Fotografien aus längst vergangenen Tagen – 188. Tag

Inzell ist eine weltweit bekannt als Eisschnelllaufhochburg 

Inzell – Unterwössen / 24.09.2010 / 188. Tag

Neu im Gepäck: Die Schneekuh aus Berchtesgaden

Der gestrige Abstieg von der Kohleralm über den glitschigen Untergrund nach Inzell hat mir einen ordentlichen Muskelkater eingebracht. Trotz intensiver Bemühungen der Touristinformation: Marquartstein ist ausgebucht. Ich muss nach Unterwössen ausweichen. Die Wetterprognose: schlechtes Wetter mit Regen. Drei Gründe, die mich veranlassen von der Route des Maximiliansweges abzuweichen.

Inzell ist eine weltweit bekannt Eisschnelllaufhochburg. Zurzeit herrscht Hochbetrieb beim Bau der neuen Eisschnelllaufhalle. Im kommenden März finden hier die Weltmeisterschaften statt.

In der Garage eines Fotoladens in Inzell hängen großformatige schwarz-weiß Fotografien aus längst vergangenen Tagen. Monika Pflug und Eberhard Keller habe ich sofort erkannt. Die beiden haben vor Jahrzehnten Eisschnelllaufgeschichte geschrieben. Die fünffache Olympiateilnehmerin Monika Pflug gewann bei den Olympischen Spielen in Sapporo 1972 als 17 jährige überraschend die Goldmedaille über 1000 Meter. Der ehemalige Weltrekordhalter über 500 Meter Erhard Keller gewann in seiner Spezialdisziplin sowohl bei den Olympischen Sielen 1968 in Grenoble als auch vier Jahre später in Sapporo die Goldmedaille.

Hinter Inzell folge ich der Beschilderung des Fernwanderweges E 4, der auch in weiten Teilen identisch ist mit der Wegtrasse des Maximiliansweges. Über Oberhausen, vorbei am Froschsee, erreiche ich über Infang und Zell und weiter für ein kurzes Stück entlang der Traun die Biathlon-Hochburg Ruhpolding. Am Kurpark-Cafe mit seiner Außenterrasse mache ich eine Kuchenpause.

In Ruhpolding verlasse ich den Maximiliansweg und wandere mit Emma weiter Richtung Brand. Der Weg führt uns über Gruttau und Urschlau nach längerem Anstieg aufs Hochplateau zur Röthelmoosalm. Auf dem weit verzweigten Wegenetz kommen bei warmen Sommertemperaturen aus allen Himmelsrichtungen Wanderer zur Alm. Emma räkelt sich während unserer Pause in der Sonne.

Ein langer Abstieg erwartet uns. Der Muskelkater macht sich besonders beim bergab gehen bemerkbar. Auf die Zähne beißen und weiter. Über Brem erreiche ich am Spätnachmittag meine Unterkunft in Unterwössen. Das angekündigte schlechte Wetter hat diese Alpenregion gottlob heute noch nicht erreicht. Auf der Terrasse meines Zimmers massiere ich meine Beinmuskulatur während es sich Emma bereits auf ihrem Schmusetuch gemütlich gemacht hat.

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