Die Welt scheint noch zu schlafen als wir starten – 105. Tag

Die Hitzewelle dauert an

Pampow – Krackow / 03.07.2010 / 105. Tag

Goldgelb steht der Weizen soweit das Auge reicht

Die Hitzewelle dauert an. Also starte ich mit Emma schon bei Tagesanbruch in Pampow. Es ist leise und still. Die Welt scheint noch zu schlafen. Noch ist die Luft angenehm kühl. Auch heute führt die Wegstrasse über einige Asphaltabschnitte und entlang kleinerer Landstraßen. Hoffentlich wird es in den nächsten Tagen besser. Auch wenn ich mit Emma bei Anbruch des Tages loswandere, in der vollen Tageshitze werden Asphaltwege für Emma unerträglich.

Am Löcknitzer See liegen die Boote auf dem spiegelglatten Wasser. Auch am See ist in den frühen Morgenstunden kein Mensch zu sehen. Wir haben ein flottes Tempo vorgelegt. Fünfeinhalb Kilometer legen wir pro Stunde zurück. Die sanften Hügel in der Landschaft sorgen für erste Schweißperlen. Es wird stündlich wärmer. Heute Nachmittag spielt die deutsche Fußballnationalmannschaft gegen Argentinien. Das Spiel will ich unbedingt sehen. Deshalb fallen die Pausen heute etwas kürzer aus.

Am späten Vormittag kommen uns die ersten Fahrradfahrer in kleineren und größeren Gruppen mit ihren voll bepackten Fahrrädern entgegen. Ein freundliches Hallo sind die einzigen Worte die gewechselt werden. Über Ramin und Sonnenberg erreiche ich mit Emma Lebehn. Am Rastplatz am See die letzte Pause vor Krackow. Sechs Kilometer entlang der Landstraße und ohne Aussicht auf Schatten lassen mich kräftig schwitzen. In Krackow bleibt ein wenig Zeit mir das Kutschen- und Oldtimermuseum anzuschauen. Die liebevoll restaurierten Kutschen erinnern eine längst vergangene Zeit – gerade mal einhundert Jahre her.

4:0 gegen Argentinien, eine Meisterleistung der deutschen Mannschaft. Das muss gefeiert werden. Mit neu gewonnen Freunden sitze ich nach dem Spiel zusammen und trinke auf den Sieg. Morgen ist Ruhetag.

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