38. Tag – Friedenskreuz

Umgeben von Sonne und Weizenfeldern starten wir zur drittletzten Grenzetappe der an der lothringisch-saarländischen Grenze. Fast kerzengerade verläuft der Grenzabschnitt den wir zunächst gehen wollen. Einige Grenzstein sind gut in den Feldern zu erkennen. Zwischen dem saarländischen und dem Weizenfeld ist eine Spur von 20 Zentimetern.

Am Ende der Felder verläuft die Grenzlinie über einen Hang nach oben. Wiesen, Hecken und kleine Bäume bedecken den Hang. Oben angekommen findet sich ein alter Feldwirtschaftsweg zwischen Lothringen und dem Saarland. Linke und rechts des Weges zeigen uns die Grenzstein dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Aussichten nach Deutschland und Frankreich faszinierend, verzaubert doch das frühe Sonnenlicht die Landschaft in ganz besonderer Weise. Linker Hand passieren wir hinterm Hügel das Dorf Utweiler.

Wenig später verlassen wir den Grenzweg, um die wenigen Meter zur Chapelle St. Joseph auf der Höhe vor Ormesviller in Lothringen zu gehen. Am Eingang zur Kapelle hängt ein schlichtes, schwarzes Kreuz, das aus Granatsplittern zusammengefügt wurde, die im Gelände rund um die Kapelle gefunden wurden. Es erinnert in besonderer Weise an die ersten Kampfhandlungen des 2. Weltkriegs zwischen Deutschen und Franzosen. Das Grantsplitterkreuz ist den gefallen Söhnen beider Völker in ehrendem Gedenken gewidmet.

Mit einem Panoramablick nach Frankreich und den im Süden aufsteigenden Vogesenbergen verlassen wir das Gelände rund um die Kappelle. Morgen starten wir zur vorletzten Etappe.

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